Raus auf’s Eis!
Zuerst sah ich heute beim Vorbeigehen an einem der Gehölzgräben ein Stück einer aufgebrochenen Eisschicht des Grabens und stellte fest, dass diese Eisschicht schätzungsweise 1–2 cm stark war. Ich mutmaßte einmal, dass das Eis einen großen, erwachsenen Mann mit einem Körpergewicht von 100 kg wie mich sicher nicht tragen würde.
Beim weiteren Spaziergang wurde ich eines besseren belehrt. Schon auf dem kleinen, westlichen Teich im vierten Gehölz sah ich eine Mutter mit ihrer Tochter, die sich beide auf dem Eis tummelten. Zwar am Rand, um eventuell dünnerem Eis in der Mitte des Teichs zu entgehen. Aber die Tochter lief eifrig Schlittschuh am Rande des Teichs, von der Mutter begleitet.
Noch turbulenter ging es dann am großen Teich im östlichen vierten Gehölz zu. Dort waren nämlich gleich mehrere Menschen auf dem Eis unterwegs und umrundeten auf Schlittschuhen den ganzen Teich um die Insel herum. Es waren anscheinend eine Familie mit Kindern und auch einige Einzelpersonen oder Kinder. Und es wurde nicht nur Schlittschuh gefahren, auf der großen Eisfläche ganz im Osten spielten auch einige Personen Eishockey. Und bei der Familie waren auch der Vater und die Mutter auf Schlittschuhen mit auf dem Eis.Ich müsste mir also wegen meines Körpergewichts sicherlich keine Gedanken machen, wenn ich auch einmal auf’s Eis ginge.
Da haben die Wetterverhältnisse in den letzten Wochen mit Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, mit nachts –5 bis –8°C, doch mittlerweile für eine stabile Eisschicht auf den Teichen gesorgt, so dass man sich auch ungefährdet darauf bewegen kann.
Deutlich wurde aber auch, warum seit Einbruch der Kälteperiode Anfang Januar die Entenpopulation auf diesem großen Teich sich mittlerweile verabschiedet hat. Denn der Teich ist mittlerweile komplett zugefroren, es gibt also keine Wasserfläche mehr für Enten, wodurch auch deren Nahrungsgrundlage nicht mehr vorhanden ist. Die Entenpopulation auf dem Teich im dritten Gehölz hat dagegen noch einen kleinen Teil des Teiches, der nicht zugefroren ist und auf dem sich diese die meiste Zeit aufhält.