
Zwei Buchen am südöstlichen Eingang zum zweiten Gehölz, wenn man aus Richtung der Asklepiosklinik kommt. Bei der zweiten Buche, auf dem linken Weg auf der nördlichen Seite, war immer ein schöner, grüner Punkt zu sehen. Und dieser markiert einen so genannten Zukunftsbaum. Das ist ein Baum, dem besonderes Augenmerk aus forstwirtschaftlicher Sicht gewidmet wird. Denn er soll sich in Zukunft weiter entwickeln und prächtig wachsen. Für einen Zukunftsbaum müssen manchmal auch andere, nicht so bevorzugte Bäume in seinem Umkreis weichen, wenn sie ihm z.B. Licht oder Nahrungszufuhr wegnehmen. Das sind dann so genannte „Bedränger“, also Bäume, die das Wachstum wertvollerer Nachbarbäume behindern.

Und nun ist gerade dieser Zukunftsbaum – und auch die zweite Buche, die einige Meter davor steht, aber kein Zukunftsbaum war – mit einem dicken, roten Punkt markiert und somit der grüne Punkt übermalt worden. Der rote Punkt bedeutet, dass man sich von diesen Bäumen in absehbarer Zeit verabschieden muss. Denn dies ist eine forstwirtschaftliche Kennzeichnung für Bäume, die gefällt werden müssen. Gründe gibt es dafür einige. Etwa Viren-, Bakterien- oder Schädlingsbefall. Oder eine Erkrankung des Baums. Ein weiterer Grund ist manchmal, dass der Baum anderen Bäumen Licht und Nahrungszufuhr wegnimmt, was aber natürlich bei dem früheren Zukunftsbaum nicht zutreffen kann. Der Gründe gibt es viele, aber sie sind nicht bekannt.
Es ist nur erstaunlich, dass sich das Blatt schnell wenden kann, und aus einem Baum mit einer grünen, glorreichen Zukunft wird nun ein Kandidat für die Sägemaschine. Es kann eben schnell gehen.
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